Chronik

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Die Gründung...

Der Beginn des sportlichen Lebens...

Die Turnverbotszeit...

Die Neugründung...

Der Vereinigungsprozess der einzelnen Vereine...

Die Nazizeit...

Nach dem totalen Zusammenbruch - der Wiederbeginn...

Nach der Wende - ein neues Kapitel...

Die Gründung...
Am Anfang stand ein Aufruf!
Der aus Jöhstadt stammende Schuhmacher Gustav Boser forderte am 15. Juli 1847 im “Gemeinnützigen Erzgebirgischen Anzeiger” zum Beitritt zu einen Turnerkurs auf.
Dem Aufruf folgten zunächst 16 junge Männer, zumeist aus dem Handwerkerstand. Sie gründeten den “Gesellenturnverein Schneeberg”. Turnplatz wird der “Straub’sche Garten”, ein Platz, auf dem sie Sportgeräte aufstellen konnten. Der “Straub’sche Garten” befand sich neben der jetzigen Diesterweg-Schule. Das Datum der Gründung und damit auch der Gründungstag des heutigen Sportvereins Schneeberg e.V. war der 19. Juli 1847.

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Der Beginn des sportlichen Lebens...
Damit begann nach Aufhebung des Turnverbotes von 1842 das offizielle sportliche Leben in Schneeberg, das mit der Gründung des Turnvereins TSV 1847 einherging. Zum Vorsitzenden wurde 1848 der Stadtrat Edmund Wagner gewählt. Bis Ende 1848 wuchs die Mitgliederzahl auf 120 Freunde an.

Neben organisatorischen Strukturen
wurden auch äussere Symbole ge-
schaffen, darunter eine Vereinsfahne.
Edmund Wagner stiftete dem Verein
eine Fahne in den Farben
 “Schwarz-Rot-Gold”.

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Fahne1848

Diese kann man noch heute als eines der ältesten Banner der deutschen Sportbewegung im Schneeberger Museum für Volkskunst bewundern.
 

Die Turnverbotszeit...
Die erste Schneeberger Vereinsfahne ist leider nicht mehr vorhanden. Aufgrund der gescheiterten bürgerlich demokratischen Revolution 1848/49 wurde am 09. Mai 1849 die Auflösung des Turnvereins verfügt.
Der damalige Vorsitzende des Vereins, Dr. Bonitz, hatte mit den Turnwarten alle Schriftstücke des Vereins verbrannt, die Fahne zertrennt, an vier verschiedenen Orten versteckt und über zwei Jahre aufbewahrt.
Überliefert ist, dass am 08. Mai 1848 der Schneeberger Gendarm Horn beim Vorsitzenden, Dr. Bonotz erschien, um die Fahne, Papiere und sonstige Utensilien zu konfiszieren. Dieser sollte ihm lächelnd erwidert haben: “Ich habe gestern erfahren, dass sie heute kommen würden und da habe ich alles in den Ofen spazieren lassen”.
Ein Stück des Fahnentuches hatte der damalige Oberlehrer Werner mehrere Jahre in seinen Besitz, zuletzt die ganze Fahne.

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Die Neugründung...
Nach Der Beendigung der Turnverbotzeit 1850 bis 1852 wurde der Turnverein am 22. Mai 1853 wieder neu gegründet.
Die Jahreszahl der Erstgründung 1847 wurde jedoch beibehalten..
Da seit dem Jahre 1850 ein Turnverbot bestand, gründeten die Sportler am 18. Februar den Vergnügungs-und Tanzverein “Freundschaft” Sie turnten unter dieser Flagge bei verschlossenen Türen weiter. Dieser Zusammenschluss wurde später wieder aufgelöst.
Der Sport in Schneeberg begann sich zu gut zu entwickeln, bereits 1863 nahmen fünzig Turner am 3. Turnfest in Leipzig teil.
Sie turnten unter der neuen Schneeberger Vereinsfahne, in deren roten Feld die Familie Schildbach das Wort “Schneeberg” und die Jahreszahl “1848” eingestickt hatten.
1878 wurde als zweiter Turnverein der Stadt der “Turnclub Schneeberg” in Griesbach gegründet. In diesem fanden sich sportbegeisterte Turner des Bürgertum zusammen.
Vom 03. bis zum 05. Juli 1897 beging der TSV 1847 sein fünfzigjähriges Vereinsjubiläum. Die Feier wurde genutzt, um die neue Turnhalle (heute das ehemalige Kino) an der Hartensteiner Strasse einzuweihen. An der Stirnseite des Gebäudes sind noch heute die vier “F” deutlich zu erkennen. In mehrfacher Spiegelung

“FRISCH-FROMM-FRÖHLICH-FREI”

Dies war das Motto der Schneeberger Sportler seit Ihrer Gründung im Jahre 1847.

Nach dem Fall des Sozialistengesetzes 1890 verbesserten sich die Möglichkeiten zur Bildung einer eigenen Arbeitersportorganisation. Wie im gesamten Deutschen Reich erstarkt auch in Schneeberg die Arbeitersportbewegung.
Am 11. Juli 1906 erfolgte die Gründung des ersten Schneeberger Arbeiterturnvereines. Der Verein hatte seinen Sitz in der “Grünen Laube” am Acker in Schneeberg. 1907 gründeten Arbeiterturner in Neustädtel (heute Ortsteil von Schneeberg) eine freie Turnervereinigung.
Am 16. August 1908 fand in Schneeberg ein Bezirksturnfest statt. Im gleichen Jahr gründete sich der Schwimmverein “Coralle”.
Im Jahre 1911 begann ein neues Kapitel der Schneeberger Sportgeschichte. In der Turnerschaft wurde mit Frauenturnen begonnen. Zugleich erhielt der Verein eine neue Fahne. Da man keine eigene Turnhalle besass, schlossen am 01. Oktober 1919 die freie Turnerschaft und der damalige Rat der Stadt Schneeberg einen Vertrag über die Mitbenutzung der Turnhalle der damaligen Bürgerschule (heute Diesterweg-Schule) ab. Am 10. März 1920 genehmigte der Stadtrat den Bau des Sportplatzes (heute Platz unter den Linden) an der “Grünen Laube” einschliesslich einer Kegelbahn.

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Der Vereinigungsprozess der einzelnen Vereine...
Innerhalb der verschiedenen Vereine gab es Bestrebungen einer Zusammenarbeit, deshalb bildete sich am 02. Oktober 1921 ein Arbeitersportkartell, ein Vorläufer des heutigen SV Schneeberg. Im Arbeitersportkartell vereinigten ihre Aktivitäten:
- Freie Turnerschaft
- Schwimmverein “Coralle”
- Arbeiterschachverein
- Freie Sängervereinigungen “Germania”
- Fussballclub “Concordia”
- Athletiksportverein (Handballer, Faustballer, Leichtathleten).
Vorsitzer dieses Kartells wurde Kurt Dittrich. Eine tragende Säule im Schneeberger Sport übernimmt der, am 11. August 1922 gegründete Sportclub “Concordia”, der in der Gaststätte “Sachsenburg” am Zobelplatz residierte. Die sportlichen Bedürfnisse erweiterten sich. Dem trug 1923 die Gründung eines Arbeiter-Radfahr-Vereins Rechnung. Am 01. April 1923 fand ein erstes gemeinsames Athletik-Sportfest auf dem Platz neben dem heutigen Sportlerheim in der Hartensteiner Strasse statt.
Am 02./03. August wurde Schneeberg zum zweiten Male mit der Ausrichtung eines Bezirksturnfestes beauftragt.
Das Sportkartell hatte nur ein Jahr Bestand. Am 22. August 1925 schlossen sich der Fussballclub “Concordia” und die “Freie Turnerschaft” zusammen. Dieses Bündnis war jedoch nicht von langer Dauer.

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Die Nazizeit...
Am 05. Mai 1933 verboten die Nationalsozialisten den Deutschen Arbeiterturn- und Sportbund und damit auch die Schneeberger Turn- und Sportvereine. Der Sport wurde in politische Strukturen der SA und SS eingegliedert.

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Nach dem totalen Zusammenbruch - der Wiederbeginn...
Nach Kriegsende fanden sich im Herbst 1945 Schneeberger Sportfreunde zusammen, um das sportliche Leben in der Bergstadt wieder zu aktivieren.

Die ersten Sportarten waren Fussball, Turnen und Schwimmen. Später kamen Leichtathletik, Handball, Schach und Tischtennis dazu.
Aus den bis dahin selbständigen Strukturen wurde am 14. Juni 1950 die Betriebssportgemein-schaft BSG Schneeberg gegründet. 

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Erster Leiter wurde der Sportfreund Fritz Döhnel.
Am 05. April 1951 gründete sich, neben der bereits bestehenden BSG “Zentra” in Neustädtel die BSG “Erz” als zweiter Verein der Stadt. Vorsitzender wurde der Sportfreund Paul Lorenz.

Die BSG “Erz” bestand bei ihrer Gründung 1951 bereits aus bereits aus 10 Sektionen mit über
170 aktiven Sportlern. Aus dieser BSG wurde die spätere BSG “Einheit Schneeberg”, mit den Sektionen Fussball, Volleyball, Kegeln und Tischtennis.
Innerhalb der späteren Sportvereinigung Wismut entwickelte sich die BSG dank grosszügiger Unterstützung des damaligen Trägerbetriebes, der SDAG Wismut erfolgreich. Sektionen, wie Fechten, Ringen, Boxen, Wintersport oder Federball bildeten sich heraus, die Sektion Volleyball wechselte Mitte der 80ziger Jahre von der BSG “Einheit” zur BSG Wismut Schneeberg. Drei Jahre später gehören der der BSG über 600 Mitglieder an. 1964 übernahm Max Golz die Geschicke der damaligen BSG Wismut Schneeberg. Sportfreund Egon Voigt löste ihn 1973 von dieser Aufgabe ab, die er bis Auflösung der BSG Wismut Schneeberg im Jahre 1990 inne hatte.
Der Sportfreund Voigt ist als 4.von links in der sitzenden Reihe neben anderen verdienstvollen Organi-
satoren der ersten Stunde erkennbar.

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Nach der Wende - ein neues Kapitel...
Es beginnt ein neues Kapitel der Sportvereine in Schneeberg und Neustädtel. Entsprechend sportlicher Interessen bilden sich neue Vereine, darunter der Neustädtler SV, Karateverein “Kenbukan”, FC “Concordia” und der SV Schneeberg, der sich aus der BSG Wismut Schneeberg bildet.
Der SV Schneeberg e.V. betrachtet sich als der Erbe der Gründerväter von 1847.

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Baustelle
Fahne BSG Wismut
Stadioneinweihung1 Siegerinnen 5.Kreisturn- und Sportfest 1960
Turnerriege zur Stadionweihe